Gründonnerstag

Jesus feiert mit seinen Freunden

Eine Erwachsene erzählt:

Auch Jesus feierte mit seinen Freunden das Pessachmahl. Als alle am Tisch versammelt waren, sagte er: "Ich weiß, dass ich sterben werde. Einer von Euch wird mich verraten. Das ist der letzte Abend, den ich auf der Erde lebe. Aber diesen Abend möchte ich mit euch zusammen feiern."

Und Jesus nahm den Becher mit Wein, der auf dem Tisch stand und sprach das Gebet, das der Hausherr beim Pessachmahl zu sprechen pflegte: "Gepriesen seist du Gott, der du die Traube, die Frucht der Rebe geschaffen hast, gepriesen seist du, der du uns liebst und uns dies schenkst." Und er gab den Becher dem Jünger, der an seiner rechten Seite saß. Der trank einen Schluck und gab den Becher seinem Nachbarn weiter und jeder trank ein wenig davon. Dann nahm Jesus eine Scheibe von den flachen Broten, die auf dem Tisch lagen, und sprach: "Gepriesen seist du, Gott, der du das Brot aus der Erde hervorbringst." Und er brach das Brot in Stücke und sagte: " Das bin ich. Wie dieses Brot gebrochen wird, so werde ich gebrochen, damit ihr das Leben habt." Er teilte die Stücke aus und sie aßen alle davon. Und er nahm noch einmal den Becher mit Wein und sagte: " Das bin ich. Wie dieser Wein getrunken wird, so sterbe ich. Aber wie ihr alle von diesem Becher trinkt, so werdet ihr danach immer zusammengehören als Kinder Gottes. Wenn ihr später miteinander Brot esst und Wein trinkt, dann denkt an mich und liebt einander, wie ich euch liebe. Daran, dass ihr einander liebt, werden die Menschen merken, dass ihr zu mir gehört."

Lied: Andere Lieder wollen wir singen, 2. und 3. Strophe

Eine Erwachsene spricht weiter:

"Wenn wir jetzt miteinander essen, können wir uns daran erinnern, wie Jesus am letzten Abend, bevor er gestorben ist, mit seinen Freunden gegessen hat. Bei vielen Mahlzeiten hat Jesus uns auf die Nähe Gottes aufmerksam gemacht. Und er hat uns auch zugesagt, dass er immer ganz nahe bei uns ist, so auch jetzt, wenn wir zusammen sind und an ihn denken. Deshalb wollen wir vor dem Essen noch einen Kanon singen."

Lied: Wo zwei oder drei

Nehmen Sie sich nun Zeit zum gemeinsamen einfachen Essen.

Ältere Kinder und Erwachsene können sich darüber unterhalten, ob sie auch andere Situationen kennen, wo etwas ganz Einaches, Alltägliches (wie in der Eucharistiefeier das Brot) zu etwas ganz Besonderem wird (z.B. ein "schäbiges" Schmusekissen, das ein Kind unbedingt zum Einschlafen braucht, oder eine einfache Erdbeermarmelade, die für eine Familie zu einem wertvollen "Leckerbissen" wird, weil sie noch von der Oma gekocht wurde, die inzwischen gestorben ist, oder ....) Stattdessen können Sie auch folgencen "Reisebericht" erzählen: Bei meiner Reise durch die Wüste habe ich immer wieder bei Bedinen Rast gemacht. Jedes Mal wurde ich freundlich aufgenommen. Als höchste Zeichen der Gastfreundschaft haben die Beduinen ihr Brot mit mir geteilt. Es gab kein anderes Zeichen und keine Worte, die stärker waren als dieses Brotteilen. Ich verstand immer mehr, was die Beduinen mir durch diese Geste mitteilen wollten: "Du bist mein Gast, und ich werde immer ganz in deiner Nähe sein. Ich werde dich beschützen - es kann dir nichts passieren. Und wenn´s darauf ankommt, werde ich sogar mein Leben einsetzen, damit es dir gut geht."

Zusammen Brot backen